Klaviertechniker

Mein erster Schüler ist zwar kein Pianist geworden, dafür aber einer der besten Klaviertechniker der Welt:  
Manfred Häfele von Bösendorfer aus Wien.


Manfred Häfele, Bösendorfer Wien

Sogar der legendäre italienische Pianist Arturo Benedetti Michelangeli verlangte Herrn Häfele, um seinen Steinway für ein Konzert in Wien vorzubereiten und schickte zwei seiner eigenen Techniker zurück nach Italien, obwohl sie absolute Steinway Spezialisten waren. Herr Häfele war Chefstimmer bei den Salzburger und Wiener Festwochen und wußte nicht nur einen Bösendorfer Flügel zu optimieren.

Die zweite Anekdote, daß es mir gelang ihm die d-moll Toccata von Scarlatti mit einem Trick beizubringen, sodaß die Repetitionen extrem brillant gelingen. Dann sprach ich mal mit einem Klassenkollegen aus Wien, der es zu Weltruhm schaffte und zufällig in einer depressiven Phase war und mir anvertraute, daß er an seinen Fähigkeiten zu zweifeln begann. Auf mein Nachfragen sagte er, daß selbst sein Klavierstimmer besser spielen könnte als er selber. Da wußte ich, daß es sich nur um Manfred Häfele handeln konnte! Vielleicht wollte Michelangeli ja auch von ihm nur meine Repetitionstechnik erlernen? (Hoffe meinen Witz verstanden zu haben, sonst wäre das wohl mehr als anmaßend)

Das Pendant zu Manfred Häfele (Spezialist für Bösendorfer) in Wien ist vielleicht Hans Giese (Spezialist für Steinway) in Köln
 
Hans Giese, Kölner Philharmonie

Hier arbeitet Hans Giese am Petrof Model I, der für das Klassikfestival in Buschbell 2013 zur Verfügung gestellt wurde

Der Techniker der Kölner Philharmonie ist ein Künstler auf seinem Gebiet. Er scheint nicht genug zu bekommen von Flügeln und veranstaltet sogar Hauskonzerte mit teilweise weltberühmten Künstlern! Es freut einen zu sehen, daß das Hauskonzert wieder eine Renaissance erlebt.
 

Die Dreifaltigkeit der Klaviertechniker wird komplett durch Eckhard Radmacher. Herr Radmacher hat an der Kölner Musikhochschule sein Konzertexamen als Pianist absolviert und ist ein ausgezeichneter Pianist. Kostproben können auf Sie auf seiner Homepage hören. Selten ist es bei klassischen Pianisten zu finden, daß sie gleichermaßen im Jazz zuhause sind. Das war auch der Traum von Friedrich Gulda, der eine Generation vor mir bei Bruno Seidlhofer studierte.
> Eckhard Radmacher, Steinway & Sons
Eckhard Radmacher machte für sich Guldas Traum wahr, schrieb Note für Note die besten Einspielungen von Oscar Peterson auf Papier und ist noch dazu einer der gefragtesten Klaviertechniker. Das ging soweit, daß der 1.Preisträger des Chopin Klavierwettbewerbs von Warschau 1974, Krystian Zimmermann, ihn auf seine Welttourneen mitnahm um seinen Steinway D Flügel für die Konzerte zu optimieren. Schwer genug jemanden zu finden, der Klassik und Jazz gleichermaßen in sich vereint, aber dazu noch als Klaviertechniker in der Champions League zu agieren ist vielleicht weltweit einzigartig!

https://www.er-pianoservice.de

 

Gruppe Zweifellos lädt ein

Missverständnisse

Missverständnisse entstehen durch unterschiedliche Wahrnehmung der Wahrheit. Was ist aber die Wahrheit? Die Wahrheit ist eine Verbindung zwischen Realität und Wirklichkeit. Während die Realität eine feste Komponente darstellt, ist die Wirklichkeit, also die Art und Weise wie die Realität wirkt, individuell verschieden. Damit erklärt sich, wieso es multiple Wahrheiten gibt.

In jüngerer Zeit ist es spätestens seit der Präsidentenwahl in den USA Mode geworden „alternative facts“ zu schaffen. Da nimmt man einfach eine Komponente heraus, nämlich die Wirklichkeit, um aus politischen Kalkül den Tatsachen eine nicht für alle nachvollziehbare Wirkung zuzuordnen. Genauso falsch wäre es, nur die Realität ohne ihre Wirkung als Wahrheit zu betrachten.

Was ist denn das Gegenteil des Missverständnisses?

Ist es vielleicht die „Einhellige Meinung“?
Kann sie nur in der Theorie gemessen werden, wie etwa in der Vorstellung einer geometrischen Parallele in der Unendlichkeit von Zeit und Raum, so ist das Missverständnis gelebte Wirklichkeit.

Schon in der Sprache zeigt es sich, daß Begriffe unterschiedlich verstanden werden, weshalb oftmals zuerst die Begriffe geklärt werden sollten.

Aber das Hauptargument für die These, daß das Missverständnis (oder die Wirklichkeit) ein Teil der Wahrheit und der andere Teil die Realität ist, liegt wohl darin begründet, daß es mehr als nur eine Wirklichkeit gibt, während die Realität keine Unterschiedlichkeit kennt. Korrekt wäre es also davon auszugehen, daß es soviel Wahrheiten wie Menschen gibt, weil auf jeden die Realität unterschiedlich wirkt.

Für heute ist es meine Aufgabe, aus der Perspektive als Interpret klassischer Klaviermusik das Phänomen näher zu betrachten.

Apropos Perspektive: Zur gleichen Zeit im selben Raum zu sein ist immer nur einer Person vorbehalten, also hat jeder Mensch schon rein physisch eine eigene, individuelle Perspektive. Die wichtigsten Faktoren für Individualität sind aber vielleicht die verschiedene Lebenserfahrungen, das Lebensalter, das Geschlecht und die unterschiedlichen Gene, die Erziehung und die Sozialisation in Kombination mit differierender Emotionalität.

Kommen wir zur Musik:

Musikliebhaber alter Meister erhoffen sich von klassischen Interpreten, daß sie in der Lage sein mögen, möglichst authentische Werktreue darzubieten, die dann idealerweise, digital auf CD gespeichert, der Nachwelt erhalten bleiben. Hier liegt ein falsches Verständnis der Kunst im Allgemeinen und der Musik im Besonderen zugrunde. Denn Musik lebt von Veränderungen! Das Element der Musik ist die Zeit, repräsentiert vom Rhythmus. Aber selbst ein Gemälde kann Rhythmus suggerieren (denken Sie an Goya, van Gogh oder Edvard Munck), auch wenn ohnehin klar sein dürfte, daß die Wechselwirkung von Betrachter und Kunstwerk dem stetigen Wandel unterliegt und somit nicht regungslos in der Zeit gefangen ist.

Auch der beste Interpret, der auf „absolute“ Werktreue wert legt, spielt jedesmal anders. Glücklicherweise, möchte ich meinen.

Nun ist der Moment gekommen, mich damit näher auseinanderzusetzen:

In der Werktreue liegt das größte Missverständnis aller Interpreten. Der gute Schüler und auch viele professionelle Künstler wollen dem dienen was in den Noten steht. Sie vergessen dabei aber erstens, daß das Wesentliche in der Musik nicht aufgeschrieben werden kann und daß zweitens dabei oft vergessen wird der Musik zu dienen. Lieber dient man der Druckerschwärze.

Die Frage kann man sich stellen, warum ein Komponist X eine Passage in bestimmter Weise aufgeschrieben hat? Soll hier beispielsweise staccato gespielt werden oder tatsächlich staccato klingen? (Zum besseren Verständnis für die, die nicht Klavier spielen: Wenn man einen Ton Staccato spielt, ihn aber im Pedal festhält, klingt er nicht mehr staccato). Schon hier unterscheidet sich die Notationsweise oder Eigenart der einzelnen Komponisten deutlich und ladet ein zum falschen Verstehen.

Wie oft hörte ich in meinem Leben: „Ja – aber da steht doch?“
Es gab Anfang des 20. Jahrhundert einzelne Tonaufnahmen von großen Komponisten wie Rachmaninov oder Scrjabin. Manchmal gibt es von einem Stück gleich mehrere Aufnahmen. Auffallend ist, daß ein Komponist sein eigenes Werk oft vollkommen unterschiedlich spielt und weniger zu tun hat mit dem, was gedruckt ist. Würde Beethoven noch einmal unter uns sein und wir ihn beispielsweise fragen, ob er sich noch an seine Komposition „Für Elise“ erinnerte, würde er es vermutlich bejahen. Dann gäben wir ihm leere Notenblätter und Bleistift mit der Bitte seine „Für Elise“ nochmal aufzuschreiben. Was denken Sie, was heraus kommen würde? Ich habe als Beispiel absichtlich Beethoven genommen, weil er ein sogenannter iTüpfel Reiter (österreichischer Ausdruck für Pedant) war und ich mir trotzdem sicher bin, daß er sein Stück signifikant anders geschrieben haben würde.

Wo liegt hier also das Missverständnisse? Zu glauben das strikte Befolgen der Vorgaben würde den Komponisten dienen ist ebenso falsch wie zu denken, es hätte etwas mit authentischer Interpretation zu tun. Wem sollte denn der Interpret dienen?

Sowohl der Komponist, als auch der Interpret dienen dem gleichen Ziel: der Musik. Die legendäre Sopranistin Maria Callas sagte einmal: „Die Musik ist so erhaben, daß man ihr nur dienen kann!“

Wie schafft man es zu vermeiden, daß der Realität zu viel Gewicht zukommt? Die Antwort gibt uns der Maler Manuel Kandinsky, der sinngemäß sagte: „Was macht ein Kunstwerk aus? Die Farbe? Die Form? Die Striche? Nein, es ist die Atmosphäre, die es erzeugt.“ In dieser Atmosphäre haben dann alle individuellen Wirklichkeiten Platz, weil sie sich dort nicht widersprechen, sondern ergänzen und miteinander verschmelzen.

So gesehen sind Missverständnisse Voraussetzung zur Einhelligkeit.

Copyright Alphonse Sauer

Wiederhören und -sehen mit Elisabeth Leonskaja

Das Konzert in der Kölner Philharmonie war eine Sternstunde des Klavierspiels.
Pianist Alphonse Sauer trifft seine ehemalige Lehrerin Elisabeth Leonskaja nach 35 Jahren wieder.

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Die Erste Wiener Klavierschule hat eine Reihe eingerichtet, die an den legendären Klavierpädagogen Dieter Weber, der in Wien die Tradition Bruno Seidlhofers fortsetzte, erinnern soll. Neben Sorina Aust-Ioan, die die Reihe eröffnete, gab im April Boris Bloch im Kammermusiksaal ein Konzert. Ausschnitt hier:

Das nächste Konzert mit Boris Bloch und Ludwig van Beethoven gibt es am Sonntag den 26.November 2017 um 18 Uhr

Schon am 2. July 2017 um 18 Uhr kommt der Brasilianer André Boainain, der seit einigen Jahren als Professor in Seoul, Südkorea tätig ist:

 

Am 3. und 10. September gibt Alphonse Sauer einen Mozart-Abend mit der Sonate B-Dur KV 570, der Fantasie c-moll KV 475 und der Sonate A-Dur KV 331

Klavierspielend leicht erlernen!

Erfüllen Sie sich den Traum Klavier zu spielen! Mit uns lernen Sie schnell und spielerisch bequem von zuhause aus. Das einzige was Sie brauchen ist ein Klavier, Noten und einen Internetanschluss.
Haben Sie das schon? Dann kann es losgehen!

Im Demovideo sehen Sie wie Sie mit den Schulungsvideos arbeiten, nämlich die gestellten Aufgaben solange wiederholen bis sie sitzen um dann zum nächsten Stück zu kommen. So kommen Sie Stück für Stück weiter, bei Bedarf erstellen Sie selbst ein Video und laden es auf Youtube (wenn Sie es nicht veröffentlicht haben wollen, dann markieren Sie auf „nicht gelistet“) und schicken den Link an die Erste Wiener Klavierschule!
Wir geben Ihnen eine Antwort zu dem was Sie gut machen und was Sie verbessern könnten. Wenn Sie aber auf den Geschmack gekommen sind und nicht allzuweit von 50226 Frechen-Königsdorf, Aachener Straße 643 wohnen, dann sind Sie herzlich als aktives Mitglied willkommen.

    Und so werden Sie passives Mitglied:

Drucken Sie sich die PDF-Datei aus, füllen alles sorgfältig aus und schicken die Datei unterschrieben per Post an unsere Adresse. Mit Ihrer Unterschrift versichern Sie uns, daß Sie unsere Datenschutzbestimmungen im Impressum gelesen haben und ihnen zustimmen.

Wir bieten Ihnen als Vereinsmitglied die Möglichkeit bequem von zuhause aus dieses Ziel zu erreichen. Sie ersparen sich Hin – und Herfahrt, Stress im Berufsverkehr, Stress auf einem Ihnen fremden Instrument spielen zu müssen und sich den strengen Ohren eines Lehrers auszusetzen.

Klavierspielen zu erlernen ist auch mit Ausgaben verbunden. So brauchen Sie ein stimmbares Instrument, dazu die richtige Klavierbank, einen Klavierstimmer zweimal im Jahr, bestimmte Noten und die Aufwendungen für privaten Klavierunterricht, der -je nachdem- so teuer wie ein privater Arztbesuch sein kann.

Bei uns brauchen sie zwar auch ein brauchbares Instrument, den Klavierstimmer und die Noten, jedoch ist der Jahresmitgliedsbeitrag nur € 120,-, oder € 15,- im Monat.

Auf diesem Video sehen Sie eine Dame, die vorher noch nie in ihrem Leben ein Musikinstrument zu spielen versucht und auch noch nie etwas mit Noten (außer vielleicht Banknoten) zu tun hatte.
Sie können das auch! Nur Mut!

Wenn Sie regelmäßig und am besten täglich üben, dann kommen Sie wahrscheinlich auf den Geschmack und wollen mehr erfahren, aber der Weg nach Köln (einem Vorort) ist zu beschwerlich oder zu weit. Als Alternative können Sie unserem Klavierprofessor ein Video von Ihnen schicken, wie schon beschrieben wurde. Weitere Auskünfte erfahren Sie über Email info@erste-wiener-klavierschule.at

Das 1. Kapitel ist öffentlich und für jedermann zugänglich. Ab dem 2.Kapitel werden die wöchentlich erscheinenden neuen Kapitel im Memberbereich im Menu „Verein“ verfügbar gemacht.

Was Klavierspielen bewirken kann

Klug durch Klavierunterricht–PsychologieHeute4-14

Rangar Yogeshwar in Quarks & Co WDR:
Klavierspielen als beste Prophylaxe gegen Demenzerkrankungen
Ranga Yogeshwar in Quarks & Co WDR

An der Universität Zürich lernen 70jährige Klavierspielen obwohl sie vorher noch nie etwas mit Musik zu tun hatten. Ein Instrument in hohem Alter neu zu lernen, glauben die Forscher hier, ist das beste Gehirntraining überhaupt. Sie üben regelmäßig mit ihren Probanten und messen dabei deren Gehirnaktivität.

Prof. Dr. Lutz Jäncke, Neuropsychologisches Institut Universität Zürich:
„Wenn wir Klavier spielen werden eine ganze Reihe von Gehirngebieten in besonderer Art und Weise aktiviviert. Wir brauchen natürlich die Hirngebiete, die für die Kontrolle der Hände von großer Bedeutung sind, dann brauchen wir Hirngebiete, die das was wir hören quasi verarbeiten, wir brauchen die Gedächtnisstrukturen, die wiedererkennen müssen das was wir spielen, dann brauchen wir die Hirnstrukturen die im voraus planen, denn wenn wir gerade spielen müssen wir schon 2,3,4,5 Noten vorausschauend unsere Motorik vorbereiten sozusagen. Also wir haben in gewisser Art und Weise Gewitter im Gehirn, wenn wir musizieren.“

Bereits nach einer Woche Klavierüben beobachten die Forscher Veränderungen im Gehirn. Die Gebiete, die für die Bewegungen der Hände zuständig sind arbeiten effizienter. Andere Studien belegen, daß musizierende Probanten doppelt so gut gegen Altersdemenz geschüzt sind als Probanten die Lesen als Hobby haben.

Prof. Dr. Lutz Jäncke : „Der wichtige Punkt ist, daß wenn Sie selbst Klavier spielen, insbesondere neue Stücke spielen, stimulieren Sie ihr Stirnhirn, oder wie wir das in der Fachsprache sagen die Hirnfrontal kortex. Der muss immer kontrollieren, planend und strukturierend in das Spiel eingreifen. Viele der Tätigkeiten die ältere Leute gerne im vorangeschrittenen Alter nutzen sind sehr automatisierter Natur. Ein klassisches Beispiel ist das Kreuzworträtsel. Und gerade Kreuzworträtsel , die so auf einem mittleren oder niedrigen Niveau angesiedelt sind können auch von älteren Menschen in hohem Alter um 12 Uhr nachts nach 2 Flaschen Rotwein intus noch perfekt gelöst werden.“

Es kommt also vor allem auf das „Wie“ an, nicht nur auf das „Was“ und anspruchsvoll müssen die Tätigkeiten sein, wenn sie das Gehirn jung halten sollen.

Prof. Dr. Lutz Jäncke: „Insofern sollte man auch ältere Menschen ermutigen zu lernen – völlig neue Sachen zu lernen und nicht sagen ich bin jetzt 60, ich geh nicht nochmal auf die Uni oder ich lese jetzt nicht mehr Goethe oder ich lese dieses oder jenes nicht, sondern ganz im Gegenteil: man sollte sich Sachen vornehmen, die man vorher nie gemacht hat und sie wirklich beginnen. Also offen für Neues – das ist der ganze Punkt:“

Das Gehirn wird von neuen, unbekannten Informationen auf Hochtouren gebracht. Neues stimuliert genau die Hirnregionen, die im Alter am stärksten vom Abbau bedroht sind.

Ranga Yogeshwar: „Es ist unglaublich: Musik ist etwas Hochkomplexes! Da muss man sich genau die Fingersätze überlegen, die Phrasierungen und alles das führt dann zu einem Feuerwerk im Gehirn. Und genau das trainiert!“

Doping fürs Gehirn

„Musizieren trainiert aber noch viel mehr, nämlich Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Verfolgen langfristiger Ziele“, behauptet Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin an der Musikhochschule Hannover, „also Dinge, die jeder Personalchef schätzt.“ Diese Ansicht teilt auch Hans Günther Bastian, Professor für Musikpädagogik in Frankfurt am Main. Sechs Jahre lang beobachtete er an Berliner Grundschulen musizierende Sechs- bis Zwölfjährige. Die Befunde sind erstaunlich: Musikalisch hoch begabte Kinder sind in der Regel auch sehr intelligent … Musik- und Instrumentalunterricht sowie Ensemblespiel verbesserten zudem soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, emotionale Stabilität und Reflexionsfähigkeit.

SPIEGEL Ausgabe 40/2000, Patricia Neis

Quarks & Co: Klavier lernen mit 70
Kreuzworträtsel, Sudoku oder Musizieren: Was hilft am besten gegen den geistigen Abbau?

Neuropsychologen an der Universität Zürich versuchen, das Gehirn alter Menschen auf andere Weise in Schwung zu halten. Sie bringen 70jährigen Klavierspielen bei, obwohl die vorher noch nie etwas mit Musik zu tun hatten. Ein Instrument im hohen Alter neu zu lernen, glauben die Züricher Forscher, ist ein effektives Gehirntraining.

Quarks & Co. (WDR), Ilka aus der Mark,
WDR Quarks & Co, www.wdr.de

Eine Langzeitstudie an sieben Berliner Grundschulen hat nachgewiesen: Eine aktive Beschäftigung mit Musik bei Kindern …
… verbessert die analytischen und kombinatorischen Fähigkeiten,
… schult das Konzentrations- und Reaktionsvermögen,
… führt zu mehr Leistungsbereitschaft, auch in nichtmusikalischen
Bereichen,
… trägt zu größerer Geschicklichkeit und besserer Feinmotorik bei,
… steigert die Kreativität,
… übt einen positiven Einfluß auf das Gefühlsleben und Sozial-
verhalten aus.

Literaturhinweis: Hans G. Bastian. Kinder optimal fördern – mit Musik. Intelligenz, Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung. Atlantis/Schott 2001

Science Shows How Piano Players‘ Brains Are Actually Different From Everybody Elses‘

Piano lessons are sort of like braces. For a few years, everyone’s parents paid a lot of money so their children could contort their bodies (fingers; teeth) and lie about doing something daily that, really, they never did (scales; rubber bands). Both were formative experiences. [mehr …]

Quelle: mic.com

Schon zwanzig Minuten Klavierspiel verändert die Hirnfunktionen –
Das Musizieren verknüpft Gehirnregionen für Bewegung und Hören miteinander

„Wer als Erwachsener das erste Mal in seinem Leben in die Klaviertastatur greift, verändert schon nach wenigen Minuten Übung die elektrischen Verbindungen in seinem Gehirn. Es entsteht ein auf der Kopfhaut messbarer Zusammenschluss zwischen den Bewegungs- und Hörarealen der Hirnoberfläche“, berichten Forscher im Magazin BMC Neuroscience (Ausgabe vom 15. Oktober).

Bild der Wissenschaft, Andreas Wawrzinek, www.wissenschaft.de

Das Leben hängt an einem seidenen Faden, das der Musik an einem einzigen Ton

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Unsere neue Konzertreihe mit der Überschrift

Legendäre Pianisten als legendäre Klavierpädagogen:

Dieter Weber , Musikhochschule Wien

Der Klavierabend mit John O’Conor, der ursprünglich für den 14.10.2018 vorgesehen war, wurde verschoben auf 2019. Ebenso erfährt der Klavierabend mit Elisabeth Leonskaja einen neuen Termin!

John O’Conor aus Irland, hat 1972 den 1. Preis beim internationalen Beethoven-Klavier-Wettbewerb in Wien gewonnen. Auch der damalige 3. Preisträger Oscar Tarrago aus Mexico wird in unserem kleinen Kammermusiksaal einen Klavierabend geben.

Damit werden folgende Meisterschüler des Ausnahmelehrers Dieter Weber in Frechen zu erleben sein:

John O’Conor, Irland

Boris Bloch, Ukraine + USA

Oscar Tarrago, Mexico

Marioara Trifan, USA

André Boainain, Brasilien + Südkorea

Sorina Aust Ioan, Österreich

Alphonse Sauer, Deutschland + Luxembourg

Ausserdem freuen wir uns auf den Arienabend mit dem Startenor Michael Kleitman und einen Gitarrenabend mit dem einzigartigen Gabriel Guillen Navarro. Der aus Hamburg stammende und in Wien lebende Pianist Stephan Möller wird die späten Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven vortragen. Möller ist einer der wenigen Pianisten, der alle 32 Sonaten Beethovens vortragen kann (Sogar in 4 Konzerten innerhalb 2 Tage). Auch Marek Drewnowski aus Polen wird in Frechen zu hören sein. Drewnowski hatte eine CD mit Sonaten von Scarlatti veröffentlicht, die dem amerikanischen Komponisten, Dirigenten und Pianisten Leonard Bernstein dazu veranlasste ihn suchen zu lassen um ihn zum gemeinsamen Musizieren in die New Yorker Carnegie Hall einzuladen. Zunächst freuen sich die Besucher auf Mehriban Suleymanova aus der Ukraine und in Azerbeidschan wohnhaft, die wie Boris Bloch schon zum zweiten mal noch diesen November auftreten wird!


 

    Wir sind da, um der Musik zu dienen.

Lernen Sie Klavierspielen bequem von zuhause aus! Es gibt viele Methoden, unsere Methode basiert auf der weltberühmten Wiener Klavierschule. Lernen sie von Anfang an richtig zu sitzen, differenzierte Anschläge zu kultivieren, die Notenschrift zu entziffern um schließlich schon recht früh Gefühle über die Musik zu transportieren.

Geben Sie sich ein Ruck und mailen Sie uns noch heute. Es wäre der erste kleine Schritt zu einer großen Verbesserung Ihrer Lebensqualität indem auch Sie aktiv die Musik zu Ihrem besten Freund machen!

Die Musik formt den ganzen Menschen und hilft ihm gesund zu bleiben. Klavierspielen ist laut einer Studie der Univerität Zürich die beste Methode Demenzerkrankungen vorzubeugen.  Auch als 70jähriger können und sollten Sie anfangen solange SIe noch fit sind. Hierzu verweisen wir auf die Sendung Quarks & Co im WDR mit dem Moderator Ranga Yogeshwar.

Werden Sie Mitglied der Ersten Wiener Klavierschule, einem Verein, der vor kurzem in Wien gegründet wurde. Nur Mut: auch Sie können lernen Klavier zu spielen. Probieren Sie es aus! Schon für € 20,- Mitgliedsbeitrag im Monat erhalten Sie exklusiv jede Woche eine Lektion. Es werden Lesungen, Konzerte und Kurse in unseren Kammermusikräumen in Köln (später auch in Wien, Paris und Berlin) stattfinden. Überall sind unsere Mitglieder herzlichst als VIP Gäste eingeladen.

Musizieren oder Klavierspielen kann zu einer Weltanschauung werden.  So titelte Robert Schumann das letzte Stück seiner Kinderszenen mit:  „Der Dichter spricht“.

In diesem Sinne wünschen wir allen Interessierten, dass sie mit uns den richtigen Weg einschlagen, um eines Tages wie ein Poet über das Klavier kommunizieren zu können.

Skrjabins russische Seele nachempfunden von Alphonse Sauer:

Konzert von Boris Bloch am 23. April 2017 war ein toller Erfolg. Der Kammermusiksaal war erfüllt von einer besonders wohltuenden Atmosphäre, daß sogar der Meister selber davon tief beeindruckt war und versprochen hatte, nächstes Jahr wieder zu kommen. Hier eine kleine Kostprobe:

Ein Konzertflügel: das Instrument mit Seele

Zuerst ein Bitte an Sie:
Sie werden vielleicht des öfteren gesehen haben daß Menschen, denen Musikinstrumente nichts sagen den Flügel benutzen um Blumenvasen oder aber – viel schlimmer noch – Getränke auf dem Deckel abstellen. Ich möchte gerne möglichst viele Menschen sensibilisieren und sie bitten die Verursacher dieser Unart höflich, aber bestimmt zu fragen, ob die denn wissen, daß es sich um ein Musikinstrument handelt, das sie gerade zweckentfremden. Dabei ist es auch unerheblich ob der Flügel oder das Klavier schon alt oder glänzend neu ist. Nach meiner Erfahrung revidieren dann die meisten schuldbewusst ihre Handlung.
Über die Instrumente:

Klar ist, je besser das Instrument ist, desto mehr Freude hat man am Spiel!
Um Klavierspielen zu erlernen braucht man als Mindestanforderung ein Klavier, das sich auf 440 Hertz stimmen läßt und die Stimmung auch längere Zeit hält. An dieser Stelle haben wir ein Problem mit älteren Klavieren, die gerade einmal 435 Hertz oder tiefer stimmbar sind. Bedenken Sie, daß Ihr Ohr oder das Ihrer Kinder ständig irritiert wäre, zumal Manche ein absolutes Gehör haben! Im Extremfall spielen diese Menschen ein „C“ auf solch einem Klavier, aber in ihrem Ohr klingt ein „H“. Sie sehen, daß es etwas gibt, was wir „akustische Hygiene“ nennen können. In dem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf ein interessantes Büchlein von Peter Jona Korn mit dem Titel „Die musikalische Umweltverschmutzung“ aufmerksam machen. Hier allerdings wird die Musik selber beleuchtet, der wir im Alltag begegnen müssen, ob wir wollen oder nicht. Denn wenn wir etwas nicht sehen wollen, dann können wir wegschauen oder die Augen schließen. Weghören und Ohren schließen können wir aber leider nicht.

Wir haben über die Mindestanforderung an ein Klavier nachgedacht, nun wenden wir uns an die hohen Ansprüche:
Gelegentlich sind wir in der glücklichen Lage ein High End Instrument anbieten zu dürfen. Hier handelt es sich um einen neuwertigen Steinway C Flügel, der inzwischen einen Neupreis von 120.000 € hat und hier um weniger als der Hälfte angeboten wird.

Prinzipiell muss man sagen, je neuer ein Klavier oder Flügel ist, umso besser!
Viele machen den Fehler zu glauben, daß weil alte Geigen besser und teurer sind als Neue , es sich auch bei Klavieren so verhält.

Flügel sind besser als Klaviere!
Weil der Hammer, der die Saite anschlägt durch die Schwerkraft natürlich nach unten fällt ist klar, daß das besser ist als wenn es durch eine Feder geschieht – wie beim Klavier.

Je größer der Flügel ist, desto besser!
Nehmen wir mal die Bass-Saiten , die mit einem Kupferdraht umspannt sind: sind sie zu dick, dann können sie kaum schwingen und der Klang ist dumpf und auch kurz. Sind die Bass-Saiten aber lang, kann sich ein tiefschwarzer Bass lange akustisch ausbreiten. Hier gibt es eine Obergrenze: wäre die Bass-Saite zu lang, würde sie kaum noch zu dämpfen sein, weil die Saite zu stark hin-und- her schwingt. Somit sind Flügel von der Länge her begrenzt. Oftmals lesen Sie Beschreibungen wie „Konzertflügel zu verkaufen“ und sind enttäuscht, wenn der „Konzertflügel“ dann nur 200cm oder 220cm misst. Verkaufsstrategen wollen mit der Bezeichnung nur das Instrument verbal aufwerten und erklären später es so genannt zu haben, weil man darauf ein Konzert geben kann. Wenn das so schlüssig wäre, könnte jemand auch auf die Idee kommen einen Konzertkamm bei Online-Versteigerungen anzubieten. Ein Konzertflügel, der den Namen verdient, beginnt ab 260cm und endet bei 310cm.
Wir von der Ersten Wiener Klavierschule denken, daß die Topmarke bei Konzertflügeln das Wiener Fabrikat Bösendorfer ist. Auf ähnlichem Niveau darf man Steinway & Sons oder Fazioli hören. Die Neupreise bei diesen „State of the Art“ – Flügeln liegen zwischen € 120.000 und € 180.000. Sonderanfertigungen können noch wesentlich teuerer ausfallen.

Es muss aber nicht immer nur Bösendorfer, Steinway oder Fazioli sein!
Andere Hesteller bauen auch hervorragende Instrumente.

Alphonse Sauer

Es gibt auch die Möglichkeit einen Flügel komplett neu rennovieren zu lassen:

Eine interessante Adresse, wenn man seinen Flügel renovieren möchte.

 

Edwin Fischer, der Lehrer meines Lehrers:

Probabilmente l'unico filmato esistente di Edwin Fischer che suona Mozart

Gepostet von Andrea Bambace am Donnerstag, 6. Oktober 2016

Kurzbeitrag

 
Bruno Seidlhofer

Born: September 5, 1905 – Vienna, Austria
Died: February 19, 1982 – Vienna, Austria

The Austrian pianist and a celebrated professor for piano, Bruno Seidlhofer, studied the organ, cembalo, piano, violoncello and composition with Franz Schmidt in Vienna, but he was also closely associated with the “Wiener Schule” around Arnold Schoenberg, especially with Alban Berg.

In 1938 Bruno Seidlhofer arranged J.S. Bach’s Kunst der Fuge (BWV 1080) for piano à quatre mains. From that year on, until 1980 (more than four decades), he taught the piano (and early on the organ) at the Wiener Musikakademie (now: Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, University of Music and Performing Arts Vienna). During part of this period, he also taught at the Hochschule für Musik in Cologne. In 1943 he was appointed Professor. From 1939 to 1951 he was the leader of the cembalo class there as well. Among his pupils were:
Carmen Graf-Adnet, Luna Alcalay, Martha Argerich, Raffi Armenian, Sorina Aust-Ioan, Geir Henning Braaten, Rudolf Buchbinder, Arnaldo Cohen, Jacqueline Divenyi, Cynthia Floyd, Nelson Freire, Hans Graf, Walter Groppenberger, Friedrich Gulda, Alexander Jenner, Jaques Klein, Anton Heiller, Karin Merle, Claudia Hoca, Daniel Pollack, Gerhard Rühm, Alphonse Sauer, Maria-Regina Seidlhofer and Lars Sellergren, Oliver Sörensen, Dieter Weber, Augusto Borromeo, Paul Badura Skoda, Verena Pfenninger, and many others.

Bruno Seidlhofer was invited to give master-classes at universities all around the world, e.g. in Brazil, Japan, Scandinavia, Italy. He acted as a jury member of the most important competitions, e.g. in Moscow, Geneva, Vienna and Warsaw. He got close friendship with Russian piano teacher Heinrich Neuhaus who was very touched by Seidlhofers Bach Interpretations in a way that he recommended it to all his students.

On his retirement, Bruno Seidlhofer went to live in Anger, a small town in Steiermark. He was married to Maria-Regina Seidlhofer, who acted as assistant in many of his master-classes. (His widow wasn’t Regina Seidlhofer, but Setsuko Tanaka – one of his japanese student. When they have married Bruno had been 72 and Setsuko, he called her „Zucki“ had been 27 years old; Remarked by Alphonse Sauer). At his death, many of his former pupils commemorated his life and work by subscribing to a fund for a new organ in the parish church of Anger, near which he is buried. In 2002 this organ was officially named the „Bruno Seidlhofer-Orgel“.

Heinrich Neuhaus

Der legendäre russische Pianist und Klavierpädagoge Heinrich Neuhaus hatte einen Sohn, der Stanislaus hieß und auch Pianist geworden ist. Heinrich Neuhaus hatte nie von ihm gesprochen. Wie kam es?

Dieses Porträt zeigt Stanislaus Neuhaus, einen Künstler von höchster Sensibilität.
Ich hatte das Glück gemeinsam mit Bruno Seidlhofer Stanislaus Neuhaus zufällig in einem China-Restaurant in der Wiener Burggasse treffen zu dürfen und das Mittagessen einzunehmen. Er war eine sehr liebenswürdige Persönlichkeit.

Alphonse Sauer